Stadtbienen sind produktiver als Landbienen

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Eine kürzlich von der Freien Universität Berlin veröffentlichte Studie lässt darauf schließen, dass sich Bienen in der Stadt wohler fühlen, als auf dem Land: Laut den Wissenschaftlern sind die Honigerträge im urbanen Raum, wo großteils auf Pflanzenschutzmittel verzichtet wird und ein abwechslungsreiches Blütenangebot wächst, sogar doppelt so hoch wie auf dem Land.

Honigbienen leben Experten zufolge in der Stadt oft besser als in ländlichen Gebieten. In Parks und Gärten fänden sie ein reiches und vielfältiges Blüten-Angebot, schreiben Imkermeister Benedikt Polaczek und Veterinärmedizinerin Monika Krahnstöver von der Freien Universität Berlin.

Dagegen wirke die intensive Landwirtschaft außerhalb der Städte sich negativ aus: „Zusätzlich zum reduzierten Nahrungsangebot der Landwirtschaft erschwert der Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln das Überleben der Biene.“

Als Kriterien für die Gesundheit der Honigbienen haben die Fachleute sich Zahlen dazu angeschaut, wie viel Honig die Tiere produzieren – mit beeindruckendem Ergebnis: „Ihre Honigerträge sind in urbanen Gebieten doppelt so hoch wie in landwirtschaftlichen Gebieten.“ Das dokumentierten etwa Statistiken des Deutschen Imkerbundes. Im Boom der Stadtimkerei sehen die beiden auch Risiken für die Bienen, zum Beispiel weil viele Halter unerfahren seien.

„In Berlin wurden demnach bis zu 47 kg Honig pro Volk geschleudert. In Hamburg produzierten die Bienen bis 40 kg Honig, dabei lag der Durchschnitt in Deutschland pro Jahr und Volk bei 30 kg. Eine Untersuchung, die in Deutschland über vier Jahre durchgeführt wurde, ergab, dass in einer Großstadt durchschnittlich 65 kg Honig pro Volk geerntet werden konnten. Bei der verglichenen landwirtschaftlichen Nutzfläche waren es pro Volk nur 32 kg und in zwei von vier Sommern wurde ebenda ein Nektarmangel festgestellt.“

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Quelle: 02.01.2017, APA/dpa

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